Over De Top Festival logo

Schon seit 2010 ein überraschendes Festival

Im Jahr 2010 erblickte Over De Top das Licht der Welt. Die Mitglieder der ersten Stunde, Nienke Penterman und Roel Stoltenborg, blicken auf das erste Jahrzehnt dieses einzigartigen Festivals zurück. „Obwohl sich die Veranstaltung in den letzten Jahren zu einem vollwertigen und professionellen Festival entwickelt hat, ist unsere Mission über die Jahre gleich geblieben. Wir möchten das Publikum mit überraschende Auftritten im Bereich Musik, Kunst und Theater unterhalten. Wir sind ein Festival für Jung und Alt, aber definitiv nicht Mainstream. Und wir haben noch so viele Ideen, dass wir noch viele Jahre weitermachen können.“ •  Geschrieben von Annekee Cuppers.

Von Kultuurkuur zu Over De Top

Over De Top entstand 2010 aus „Kultuurkuur“, einem Festival, das von jungen Leuten unter der Leitung des damaligen Jugendwerks organisiert wurde. Als dieses Festival zu einem Erfolg wurde und die Gemeinde nicht länger die Verantwortung für die Kosten tragen wollte, wurde die Veranstaltung unter dem Namen Over De Top eigenständig weitergeführt. Nienke erklärt: „Wir begannen mit etwa 10 Personen, fast alle aus dem früheren Organisationsteam von Kultuurkuur. Jeder hatte sein eigenes Fachgebiet und seinen eigenen Verantwortungsbereich, es lief eigentlich ziemlich von selbst.

Wir zogen das Festival von Neuem auf und zogen vom Rugbyfeld (dem heutigen Wentholthpark, Red.) auf das Gelände bei De Swite um. Während Kultuurkuur mehr auf Kunst und Kultur ausgerichtet war und ein eher alternatives Image hatte, ging es bei Over De Top mehr und mehr um Gemütlichkeit, Atmosphäre und Ambiente. Dinge, für die bei Kultuurkuur kein Geld vorhanden war und mit denen wir auch noch keine Erfahrung hatten. In dieser Hinsicht war Kultuurkuur eine gute Schule für Over De Top. Einige Leute denken immer noch, dass Over De Top ein alternatives Fest für Hippies ist, aber das ist definitiv nicht der Fall. Für jeden ist etwas dabei, obwohl wir definitiv nicht zum Mainstream gehören wollen. Wir machen die Dinge auf unsere eigene Weise und das ist oft der kleine Unterschied zu anderen Festivals.“

Roel ergänzt: „Hier in der Region treten bei Partys und auf Festivals eine Menge Tribute- und Coverbands auf. Daran ist nichts auszusetzen, man damit eine schöne Zeltparty machen, aber bei uns sind etwa 80% der Künstler Musiker, die eigene Stücke mitbringen. Man geht wegen der Atmosphäre und Geselligkeit zu Over De Top, das genaue Line-up der Bands ist eigentlich nicht so wichtig. In dieser Hinsicht hat sich der Ansatz von Over De Top in den letzten Jahren nicht geändert. Wir möchten die Leute weiterhin mit Musik und Theateraufführungen überraschen, die nicht direkt auf der Hand liegen, aber sehr cool sind.“

Pallethouse

Die Kreativität des jungen Organisationsteams zeigt sich auch im Ambiente des Over De Top-Festivals. Im zweiten Jahr von Over De Top bauten die Veranstalter Palettenhäuser, in denen eine Kunstroute angelegt wurde.

Es war ein großer Erfolg, der auch den Organisatoren des Zwarte Cross auffiel. Roel: „Sie traten damals an uns heran und fragten uns, ob wir auch auf dem Gelände des Zwarte Cross Palettenhäuser bauen könnten. Es wurde eine ganze Paletten-Arena daraus, eine große Aufgabe, aber auch eine besondere Herausforderung.

Jetzt dürfen wir uns jedes Jahr um den Haupteingang des Zwarte Cross-Geländes kümmern. Es ist ein schöner Auftrag, der wieder Geld in die Kasse für die Organisation des Over De Top-Festivals bringt.“

Ohne Zuschüsse

Und dieses Geld ist auch dringend nötig, denn Over De Top erhält keinerlei Zuschüsse und wird vollständig von Freiwilligen und Sponsoren getragen. Nienke: „In den ersten Jahren haben wir alles getan, um Geld zu bekommen. Wir arbeiteten auf allen Arten von Festivals, haben Hochzeiten ausgestattet und vermieteten Dekoration für andere Veranstaltungen. Zu Pfingsten hatten wir auch das lukrative kleine Festival Pimppop auf der Terrasse der Tapperij Van Ooijen, mit dem wir Geld verdienten, das wir wiederum zur Finanzierung von Over De Top verwendeten.

Damals fand Over De Top noch im August statt. Im Nachhinein kann man sagen, dass es auch kein günstiger Zeitpunkt war, da das Zwarte Cross und Kirmesveranstaltungen in der Region schon vorbei waren und die Leute kein Geld mehr dafür übrig hatten. Dann haben wir das Festival bei Van Ooijen abgeschafft und Over De Top auf Pfingsten verlegt, ein Wochenende, an dem die meisten sowieso schon frei haben. Das hat sich als richtige Entscheidung erwiesen. Wir können auch eine Menge Kosten sparen, indem wir freiwillige Helfer und Ausstattungen mit anderen Festivals in der Region tauschen, z. B. Reurpop und Paaspop. So helfen wir uns gegenseitig.“

230 Ehrenamtliche

Das ganze Jahr über arbeitet ein harter Kern von 10 Mitgliedern durchschnittlich einen Monat lang in Vollzeit für das Festival. Wo in den Anfangsjahren jedes Mitglied eine Teilaufgabe übernahm, z. B. Logistik, Rahmenprogramm, Musikprogramm, Bühnenbild, Finanzen, PR und Kommunikation, leiten diese Mitglieder heute eine oder mehrere Arbeitsgruppen von ca. sechs Personen. Roel sagt: „Und dann gibt es natürlich noch die eigentlichen Festivaltage. Jedes Jahr braucht man etwa 230 ehrenamtliche Helfer.

Vor drei Jahren haben wir das Festival von einem auf zwei Tage erweitert und das funktioniert sehr gut. Viele Ehrenamtliche möchten nämlich gerne selbst auch einen Tag mitfeiern.

Es gefällt ihnen bei uns sehr gut, sie schätzen die Aufmerksamkeit, die wir ihnen entgegenbringen, die gute Betreuung und natürlich das legendäre alljährliche Freiwilligenfest. Viele Ehrenamtliche kommen jedes Jahr wieder und bringen ihrerseits wieder einen Bekannten oder einen tüchtigen Nachbarn mit.

Das freut uns wirklich sehr, denn trotz des harten Kerns an Freiwilligen brauchen wir durch das stetige Wachsen des Festivals jedes Jahr mehr Leute.“

Eigentlich ist es Wahnsinn

Jedes Jahr aufs Neue. All die freien Stunden, der Stress, die Müdigkeit. Warum sollte man so viel Zeit und Mühe in ein Festival investieren, bei dem man selbst nur arbeiten muss? Und wie sind die Pläne für die Zukunft? Roel: „Jeder hat während des gesamten Prozesses irgendwann den Gedanken „Warum tue ich mir das eigentlich an?“, aber diese zwei Tage Over De Top sind so erfüllend, überall diese glücklichen Leute. Und ja, eigentlich ist es Wahnsinn, aber wir haben noch so viele Ideen, die wir umsetzen wollen. Dann will man einfach sein Bestes tun, um das zu ermöglichen.

Was das Ambiente und das Programm betrifft, haben wir noch einige Wünsche, aber wir machen kleine Schritte. Wir wollen auf diesem Gelände bleiben und haben keine Ambitionen, weiter zu expandieren.“ Nienke ergänzt: „Wir wollen das gemütliche, kleine und übersichtliche Festival für alle bleiben. Seit der Gründung sehen wir eine Zunahme der Besucherzahlen, auch wenn es samstags noch mehr sein könnten. Wir hoffen, dass wir das Schild „ausverkauft“ zum ersten Mal aufhängen können, und wenn das Wetter mitspielt, erwarten wir, dass das auch so kommen wird!“

WoordvoorWoord

Luister in ons containerdorp naar de creatieve rijmelarij van Dichtercollectief Warrig. Laat je meeslepen, laat een persoonlijk gedichtje schrijven of typ er zelf een fijn rijmpje. Woord voor woord maken we met alle bezoekers ons eigen wonderlijke gedicht.

Over De Top Festival logo

Kontakt

Postanschrift